Herstellung Prosecco - prosecco.love

Herstellungsmethoden und Arten des Prosecco

Prosecco spiegelt den Ursprung und die regionalen Besonderheiten einer Region wieder: Das einzigartige Prickeln verbindet sich mit dem beschwingenden Lebensgefühl Italiens! In Veneto, Norditalien, reifen erstklassige Trauben der Sorte Glera in mediterraner Umgebung, bevor sie nach alter Tradition geerntet, und liebevoll verarbeitet werden. Heute werfen wir einen Blick auf das Herstellungsverfahren von Prosecco und schauen uns die verschiedenen Sorten genauer an.

Herstellungsmethoden

Der umsatzstarke Teilmarkt des italienischen Proseccos gilt als Trendsetter-Segment. Pro Jahr werden weltweit 2 Milliarden Flaschen Prosecco konsumiert. Bis das Getränk in Gläser fließt, durchläuft es zunächst einen aufwendigen Herstellungsprozess, der den Sprudelstil des Proseccos maßgeblich beeinflusst. Die Herstellung erfolgt nach einer der vier, nachfolgenden Methoden:
  • Klassische oder traditionelle Flaschengärung
  • Transvasierverfahren
  • Charmat-Martinotti-Methode
  • Karbonisierungsverfahren
Die häufigste Herstellungsmethode ist die Charmat-Martinotti-Methode. Sie ist in Italien auch unter der Bezeichnung: „Metodo Italiano“, „Cuvée Close“ oder „Autoclave“ bekannt. Im deutschsprachigen Raum ist die Charmat-Martinotti-Methode vielen unter dem Begriff „Tankmethode“ geläufig. Sie wurde während der Industrialisierung, Anfang des 20. Jahrhunderts, entwickelt. Davor produzierten Winzer ihren Prosecco ausschließlich nach der traditionellen Herstellungsmethode – der Flaschengärung. Diese ist jedoch deutlich teurer und aufwendiger. Heute schauen wir uns die Prosecco-Herstellung im Tank einmal genauer an: Nach der Ernte, Pressung und ersten Gärung fließt stiller Basiswein in einen großen Tank aus Stahl. Ihm folgt eine Zucker-Hefe-Mischung, die Tirage. Durch die Beigabe der Tirage gärt der kohlenstoffarme Wein nun ein zweites Mal. Dabei werden erhebliche Mengen CO2 freigesetzt. Der Tank gerät unter Druck. Aus dem stillen Basiswein entsteht auf diese Weise ein frischer, aromareicher Prosecco. Nach der Gärung wird der Prosecco gefiltert und in Flaschen abgefüllt.

Arten des Prosecco

Es gibt drei Arten von Prosecco – Spumante, Frizzante und Tranquillo – die sich durch den Gehalt an Kohlensäure unterscheiden. Liebhaber erkennen feine Unterschiede am Geschmack – dem perlenden Gefühl am Gaumen. Doch schauen wir uns die feinen Unterschiede genauer an:

Spumante

Prosecco Spumante ist vielen auch unter der Bezeichnung Schaumwein bekannt. Er wird mittels Charmat-Martinotti-Methode, der Tankgärung, hergestellt. Spumante hat dadurch einen wesentlich höheren Kohlensäureanteil, die sich noch lange im Glas abbildet. Farblich erstrahlt er in einem intensiv leuchtenden strohgelb. Typisches Merkmal für einen Prosecco Spumante ist der Flaschenverschluss: Schaumwein wird mit einem Sektkorken und der Agraffe, einem Drahtbügel, verschlossen. Beim Öffnen der Flasche merkt man den hohen CO2-Gehalt. Prosecco Spumante hat einen höheren Alkoholgehalt. Er liegt bei 11% Vol. Er ist in den folgenden vier Geschmacksrichtungen im Handel erhältlich: Brut (sehr trocken), Extra Dry, Dry und Demi-sec. (halbtrocken).

Frizzante

Frizzante hat einen geringeren Kohlensäure- und Alkoholgehalt als Schaumwein. Dadurch ist die Perlfähigkeit, der auch unter dem Namen Perlwein bekannt ist, deutlich geringer ausgeprägt. Bei der Herstellung wird Kohlensäure mittels Karbonisierungsverfahren dem Getränk zugeführt. Beim Servieren ist die Kohlensäure weniger stabil und der Schaum entbindet sich schneller. Charakteristisch sind die großen, aufsteigenden Blasen – Krötenaugen genannt. Das Herstellungsverfahren muss auf dem Etikett durch „Mit zugesetzter Kohlensäure“ angegeben sein. Die Flaschen des Prosecco Frizzante werden mit einem Korken und Bindfaden verschlossen. Der Alkoholgehalt liegt bei 10,5% Vol.

Tranquillo

Neben Schaum- und Perlweinsorten gibt es auch Stillweine. Tranquillo ist die italienische Bezeichnung für still. Besser könnte man diese Sorte auch nicht beschreiben: Beim Tranquillo wird auf die Zugabe von Kohlensäure verzichtet. Er ist eine Rarität!

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